Hm. Es ist soweit. Heute am frühen Nachmittag bin ich von Norden kommend, über den Polarkreis nach Süden gefahren. … irgendwie … sehr schade ;-(. Aber na gut, 15 Tage im Polarkreis zu verbringen, ist doch auch nicht soooo schlecht.
Vom „Fauske“ Camping aus, bin ich in den Ort hineingefahren und habe mir dort den Steinbruch angesehen. „Fauske“ ist berühmt für ihren Marmor, der eben dort abgebaut wird. Im Gebäude der Vereinten Nationen in New York wurde zum Beispiel der Marmor aus „Fauske“ verbaut. Berühmt ist der Marmor wegen seiner Farbe, die wohl einzigartig ist. Er wird unter dem Namen „Norwegian Rose“ verscherbelt. Seine warme rosa Farbe entsteht durch winzige Einschlüsse von Hämatit (Eisenoxid). Zusammen mit den weißen und grauen Adern ergibt sich ein Muster, das weltweit praktisch unverwechselbar ist. Diese Farbvariante kommt nur bei Fauske vor.
OK. Ich gebe es gerne zu: Der letzte Satz kommt 1:1 von ChatGPT. Auf jeden Fall sehr interessant das alles.
Ich bin dann weiter nach “Bodø” rein. Da ist aktuell heftig Baustelle. Weil ich das Zentrum aber eh schon kenne (schaut Euch einfach die Fotos von den letzten Jahren an, da sind fix welche von “Bodø” dabei), habe ich mir grad mal das Fußballstadion von “Bodø” angesehen. Der “FK Bodø/Glimt” spielte in der letzten Saison erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der UEFA Champions League. Sie hatten in der Ligaphase daheim immerhin Manchester City mit 3:1 besiegt und im K.-o.-Play-off sogar gegen Inter Mailand mit 3:1 gewonnen. In Mailand haben sie dann auch noch gewonnen und mussten erst im Achtelfinale die Segel streichen. Ich finde das schon sehr bemerkenswert und eine tolle Leistung von den Jungs aus “Bodø”.
Die Fahrt ging dann weiter nach Saltstraumen. Wenn ich in der Gegend bin, muss ein Abstecher dahin sehr wohl sein. Wow, beim Campingplatz wo ich sonst immer übernachte, ist das Gebäude wo die Rezeption drinnen war, völlig abgebrannt! Da ist wirklich nicht mehr viel übrig davon. Habe grad nachgelesen. Das Gebäude ist erst am 9. Mai 2026 abgebrannt, also noch nicht so lange her…
Über eine wunderschöne und auch schon ein-, zweimal gefahrene Straße (die 812), bin ich zurück auf die E6. Einfach deshalb, weil ich am Polarkreis noch in den Tourishop wollte. Das habe ich dann auch gemacht und bin dann weiter runter nach “Mo I Rana” und etwas unterhalb vom Ort dann auf den “Yttervik Camping”. Auf dem Platz war ich im letzten Jahr mit Rudi auch und Jahre vorher schon mit Onkel Andy. Und diesmal habe ich doch voll eine Hütte bekommen, die den Balkon direkt zum Fjord raus hat. Geile Aussicht. Morgen gehts auf die Fv17… auf die “Kystriksveien”. Eine der schönsten Küstenstraßen von Norwegen. Mal sehen wie weit ich da morgen runterfahren kann/werde.
Übrigens kann man sehr wohl während dem Fahren eine Pizza essen. Klar wird sie etwas kalt mit der Zeit, aber das geht grad so. Einfach den Deckel der Pizza immer schön brav auf- und wieder zumachen. Was aber leider nicht so gut ankommt, ist durch einen einspurigen Tunnel zu fahren und während dem Pizzaessen nicht in den Rückspiegel zu sehen und die Polizei – die mit Blaulicht unterwegs ist – nicht vorbeizulassen. Es gibt da Meinungen die sagen, dass sowas Ärger geben kann. Angefangen von einer heftigen Standpauke bis hin zu einer saftigen Geldstrafe sei da alles drinnen. Zum Glück ist mir das nicht passiert. Als ich die Sirene direkt hinter Hildar gehört habe, ist mir die Pizzaecke zwischen die Beine geflogen und dann in den Fußraum. Heftige Sauerei, dafür aber nur ein kleiner Anschiss vom Offiziellen nach dem Tunnel ;-(.