Engeløya


Der letzte – volle – Tag innerhalb vom Polarkreis ;-(. Ich habe ihn aber so richtig genießen können. Ich bin heute vom „Balangen Camping“ auf der E6 runter auf die Halbinsel „Steigen“ und von dort weiter auf die Insel „Engeløya“. Ich wollte zuerst dort oben übernachten, habe dann aber auf yr.no gesehen, dass das keine so gute Idee ist. Also bin ich wieder zurück auf die E6 und runter bis nach „Fauske“.

Aber vom Anfang an:
Auf die Insel „Engeløya“ bin ich deshalb gefahren, weil dort die „Küstenbatterie Dietl“ liegt. Und weil man von der Insel aus einem traumhaften Blick auf die „Lofoten“ hat … bei schönem Wetter schaut das sicher noch viel besser aus ;-).

Jedenfalls ist die Küstenbatterie Dietl eine beeindruckende Anlage des Atlantikwalls in Norwegen. Die deutsche Kriegsmarine hat sie zwischen 1942 und 1944 erbaut. Da waren drei Kanonen verbaut, die 40,6 cm Geschosse (die Adolf-Kanone) verschießen hat können. Das sind Geschosse von über einer Tonne Gewicht. Brutal. Ziel war es, die Einfahrt in den Vestfjord und damit nach Narvik zu kontrollieren. Jedenfalls echt heftig große Anlage… Die Zwangsarbeiterlager sind rundum auch noch markiert…

Von dem Ort aus bzw. kurz danach vom Strand aus, hat man wirklich einen tollen Blick auf die Lofoten. Schlechtes Wetter hat dabei jetzt auch was Gutes, denn es war sehr sichtig, da hat man gut rüber gesehen.

Wieder auf der E6 nach „Fauske“ sind sehr viele Tunnel. Das weiß ich deshalb so genau, weil direkt vor mir die längste Zeit ein norwegischer 5-Achser – voll beladen mit Lachs – gefahren ist, der genau 4,20 Meter hoch war. Das alleine ist vielleicht noch nicht so interessant, dass ich es im Bericht erwähnen müsste. Aber wenn man bedenkt, dass die meisten Tunnel genau 4,20 Meter hoch sind und – wie hier heroben üblich – diese Höhenangabe nicht über die gesamte Straßenbreite gilt, wird es interessant, oder? Jedenfalls ist der LKW-Fahrer nur in den Tunnel reingefahren, nachdem er vorne alle Lichter blinken gelassen hat. Und so ein norwegischer LKW hat vorne viel Lichter… da wird es vor dem LKW so richtig Tag hell!!! Und wenn ihm ein anderer LKW entgegengekommen ist, blieb er auch einfach stehen. Meno, das hat immer ewig gedauert, bis der sich mit dem anderen Fahrer geeinigt hat, wie es weitergehen soll. Ich habe dabei immer gewartet, bis da irgendwie an den Ecken was abbricht… aber leider, nix ist passiert.

Jetzt bin ich auf dem Campingplatz in „Fauske“. Der Platz wurde 1974 gebaut und gehört immer noch derselben Familie! Auf der kleinen Hütte in der ich bin, ist eine Plakette angebracht. Die Hütte wurde 1975 gebaut! Voll altes Teil. Ich glaube, dass der Besitzer selbst hinter dem Empfang gesessen ist. Lange, graue Haare, langer, grauer Vollbart… vom Häß her ist das der volle Hippie… aber echt genial und gemütlich hier.

Sobald er eben geschrieben ist.